Asfinag Infrastruktur a3bau
steiermark.at/Streibl
Geschäftsführer Alexander Walcher, Landesrat Anton Lang, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Vorstand Hartwig Hufnagl

Infrastruktur-Programm

Sa, 16.03.2019

Ein 267 Millionen Euro schweres Investitionspaket präsentierten heute im Medienzentrum des Landes der neue ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl gemeinsam mit LH Schützenhöfer, Landesrat Lang und ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher.

Das Infrastruktur-Investitionsprogramm für die Steiermark bewirkt auch 2019 wieder ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit, Entlastung und auch deutlich höhere Kapazitäten. 267 Millionen Euro werden in die steirischen Autobahnen und Schnellstraßen investiert. Der Neubau nimmt dabei heuer deutlich an Fahrt auf, knapp mehr als 141 Millionen Euro sind für die beiden großen Neubauprojekte S 36 und S 7 Fürstenfelder Schnellstraße budgetiert. Die wesentlichsten Sanierungsvorhaben stellen zugleich den Abschluss der großen Tunnelbauprojekte an der A 9 Pyhrn Autobahn dar. Sowohl Gleinalm- als auch Plabutschtunnel werden 2019 fertiggestellt, die Pyhrnachse ist mit Jahresende durchgehend zweiröhrig ausgebaut, Gegenverkehrsbereiche gehören damit der Vergangenheit an.

Große Generalsanierungen kommen 2019 ebenfalls ins Finale. Sowohl auf der A 9 zwischen Leibnitz und Vogau als auch auf der S 36 zwischen Feistritz und Knittelfeld begannen bereits beziehungsweise starten demnächst die letzten Bauphasen. Auf der S 36 sind zudem alle Arbeiten so geplant, dass die Schnellstraße während der Großveranstaltungen in Spielberg, wie etwa Formel 1 oder Moto GP, baustellenfrei ist.

 

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Es freut mich, dass seitens der ASFINAG auch heuer wieder zahlreiche Infrastrukturprojekte in der Steiermark umgesetzt werden. Diese Infrastrukturmaßnahmen stärken den Wirtschaftsstandort Steiermark und sorgen damit für Arbeit und Wohlstand in unserem Land. Die Unfälle im Gleinalmtunnel haben gezeigt, wie wichtig dessen Vollausbau ist, um die Sicherheit zu verbessern. Das ist eine gewaltige Investition, die Zehntausenden Menschen zu Gute kommt.“

Verkehrslandesrat Anton Lang: „Allein mit dem Vollausbau des Gleinalmtunnels und dem Neubau der S 7 wird unser Bundesland gewaltig profitieren. Die ASFINAG ist mit ihren jährlichen Investitionen von immer mehr als 200 Millionen Euro seit Jahren ein überaus verlässlicher Partner für die Steiermark. Wir verfolgen da auch die gleichen Ziele: die Bevölkerung entlasten, sichere Straßen zur Verfügung stellen und wirtschaftliche Entwicklung fördern.“

Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl: „Unsere Investitionen in die Infrastruktur bringen für die Menschen in der Steiermark viele Vorteile. Wir erreichen damit in erster Linie, dass die Autobahnen sicherer werden und auch in Zukunft benutzbar sind. Die Neubauten und Erweiterungen bedeuten für die Pendlerinnen und Pendler zudem weniger Stau, wir entlasten Gemeinden vom Durchzugsverkehr und ermöglichen darüber hinaus eine positive wirtschaftliche Entwicklung.“

Geschäftsführer Alexander Walcher: „Alle unsere Investitionen sind wichtig und zielen darauf ab, eine sichere Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können. Mich persönlich freut es natürlich ganz besonders, dass wir mit der S 7 heuer so richtig durchstarten. Es ist ein Herzensprojekt der gesamten Region, das Zehntausenden Menschen große Vorteile bringen wird.“

Die wesentlichsten ASFINAG-Projekte im Überblick

Neubau Schnellstraßen

Mit einem Volumen von 141 Millionen Euro ist der Anteil der Neubauprojekte erstmals größer als jener der Bestandssanierungen. Hauptverantwortlich dafür ist natürlich die S 7 Fürstenfelder Schnellstraße, die seit 2017 errichtet wird. Ins Gewicht fallen hinsichtlich der Investition natürlich die großen Abschnitte, die 2018 und Anfang 2019 gestartet wurden.

  • S 7 Fürstenfelder Schnellstraße:

Neubau von Riegersdorf bis Heiligenkreuz im Burgenland
Baustart 2017 / Fertigstellung 2023 / Investition 700 Millionen Euro.

Die neue Schnellstraße führt zu einer Entlastung der Gemeinden und der Bevölkerung vom Durchzugsverkehr. Durchschnittlich fahren derzeit täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge durch Großwilfersdorf und Fürstenfeld. Nach Fertigstellung reduziert sich diese Belastung auf etwa 6.000 Fahrzeuge pro Tag. Für die Menschen in den betroffenen Gemeinden wird die S 7 eine spürbare Entlastung bringen, mehr Lebensqualität und dazu eine exzellente Anbindung an das hochrangige Straßennetz. Auch für Betriebsansiedelungen, durch die neue Arbeitsplätze entstehen, werden die Regionen Südoststeiermark und Südburgenland interessanter. Die Verlagerung des Verkehrs und des Schwerverkehrs auf eine Schnellstraße bedeutet auch eine enorme Verbesserung hinsichtlich Verkehrssicherheit.

Seit Jänner 2019 sind bereits drei große Teile des Abschnittes West der neuen
S 7 in Bau:

  • der Knoten Riegersdorf als neue Anschlussstelle der S 7 an die A 2, etwa drei Kilometer nordöstlich der Anschlussstelle Fürstenfeld-Ilz
  • die Klappbrücken über Lahnbach und Lafnitz. Mit dieser Methode können Brücken sehr umweltschonend errichtet werden. Die Brückenteile werden fertig angeliefert und auf einem Mittelpfeiler montiert, danach in beiden Richtungen ausgeklappt.
  • der ca. drei Kilometer lange Tunnel Rudersdorf, das Herzstück der neuen Schnellstraße.

Großen Wert legt die ASFINAG im Zuge der Errichtung der Schnellstraße auf ausreichende Ausgleichsmaßnahmen für Flora und Fauna. In Summe werden für Ausgleichsmaßnahmen etwa 100 Millionen Euro investiert.

So wurden bzw. werden noch:

  • 14 Amphibienlaichgewässer angelegt,
  • etwa 18 Hektar Wiesen als Ausgleichsfläche gesichert – das entspricht einer Fläche von 25 Fußballfeldern – sowie 24 Hektar Brachland.
  • Waldverbesserungsmaßnahmen im Ausmaß von mehr als 100 Hektar mit 50.000 neu gepflanzten Bäumen umgesetzt – das entspricht der halben Fläche des Fürstentums Monaco,
  • etwa 200 Fledermausnistkästen und zehn Schwarzstorchhorste bereitgestellt.

Bis Ende 2023 wird der Tunnel Rudersdorf so wie die gesamte fast 29 Kilometer lange Fürstenfelder Schnellstraße inklusive Abschnitt Ost (Baubeginn 2020) fertig gestellt sein. Die ASFINAG investiert in die neue S 7 insgesamt knapp 700 Millionen Euro.

  • S 36 Murtal Schnellstraße:


Neubau der S 36 von St. Georgen bis kurz vor Scheifling
Baustart 2017 / Fertigstellung Oktober 2020 / Investition 160 Millionen Euro

Im März 2017 startete die ASFINAG mit dem zweiten Neubauteil der S 36 von
St. Georgen bis kurz vor Scheifling. Der etwa 7,5 Kilometer lange Abschnitt stellt einen Ausbau der B317 Friesacher Straße dar. Zum Schutz der Anrainer wurde im Ortsgebiet von St. Georgen bereits eine Unterflurtrasse errichtet. Im Bereich Unzmarkt ist diese in Bau. Bis Ende 2019 wird diese 950 Meter lange Unterflurtrasse baulich fertiggestellt sein, danach beginnt der Einbau von Elektro- und Sicherheitsausstattung.

 

Sanierungen und Generalerneuerungen

Etwa 126 Millionen Euro – und damit fast gleich viel wie im Vorjahr – entfallen auf Sanierungen und Generalerneuerungen des Bestands. Den größten Anteil daran haben die beiden Tunnel-Großprojekte Plabutsch und Gleinalm, die beide heuer mit Herbst beziehungsweise Jahresende abgeschlossen sind.

  • A 9 Pyhrn Autobahn:

Zweite Röhre Gleinalmtunnel plus Generalsanierung Bestandsröhre

Baustart 2013 / Fertigstellung Ende 2019 / Investition 260 Millionen Euro

Mit dem acht Kilometer langen Gleinalmtunnel in der Steiermark ist 2019 das letzte „Nadelöhr“ beseitigt. Die A 9 wird dann durchgehend in beiden Richtungen vierstreifig befahrbar sein, alle Tunnel sind zweiröhrig und künftig auf dem modernsten Stand der Sicherheitstechnik. Der Neubau wurde im Sommer 2017 fertiggestellt, seit September 2017 wird die mehr als 40 Jahre alte Bestandsröhre generalsaniert. Die Verkehrsfreigabe ist für den 20. Dezember 2019 vorgesehen.

Sanierung und Sicherheitsausbau Plabutschtunnel

Baustart Dez. 2017 / Fertigstellung Herbst 2019 / Investition 65 Millionen Euro

Seit Ende 2017 saniert die ASFINAG den Plabutschtunnel (Eröffnung erste Röhre 1987 sowie zweite Röhre 2004) und bringt diesen vor allem sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand. Neben der Errichtung zusätzlicher Fluchtwege werden insbesondere die Sicherheitsausstattungen erneuert. Zusätzlich bekommt auch der Plabutschtunnel „Ohren“, also das System AKUT. Dieses akustische Frühwarnsystem reagiert auf untypische Geräusche - wie sie zum Beispiel bei einem Reifenplatzer auftreten - nachweislich schneller als alle anderen Sicherheitseinrichtungen.

Die Tunnelröhre Richtung Norden wurde Ende 2018 fertiggestellt, seit Anfang Jänner wird in der zweiten Röhre gearbeitet. Bis Ende März muss der Verkehr nachts von Norden nach Süden noch durch das Stadtgebiet geleitet werden, danach soll die bereits sanierte Tunnelröhre fit für den Gegenverkehr sein. Die Gesamtfertigstellung erfolgt Ende September/Anfang Oktober 2019.

Der Plabutschtunnel ist für die Stadt Graz eine doppelte Lebensader: Mehr als 40.000 Fahrzeuge fahren täglich durch den Tunnel, eine längere Sperre führt unweigerlich zum Verkehrsstillstand in der Landeshauptstadt.

Sanierung Übelbach bis Gleinalm

Baustart März / Fertigstellung Oktober 2019 / Investition 17 Millionen Euro

In diesem mehr als 40 Jahre alten und sechs Kilometer langen Abschnitt werden die Fahrbahn Richtung Norden/Voralpenkreuz sowie fünf Brücken mit einer Gesamtlänge von vier Kilometern saniert.


Generalerneuerung Leibnitz bis Vogau, Phase 2
Baustart März 2018 / Fertigstellung Oktober 2019 / Investition 26 Millionen Euro
In zwei Phasen erneuert die ASFINAG die A 9 Pyhrn Autobahn zwischen Leibnitz und Vogau auf einer Länge von neun Kilometern. Heuer wird die Richtungsfahrbahn Graz generalsaniert. Neben Fahrbahn und Leitschienen wird dabei auch der Lärmschutz erneuert sowie erweitert, wovon tausende Anrainerinnen und Anrainer profitieren.

  • A 2 Süd Autobahn:

Sanierung Buch bis Waltersdorf
Baustart April / Fertigstellung Oktober 2019 / Investition zehn Millionen Euro

Ab April saniert die ASFINAG die Fahrbahn sowie die Brücken in diesem Abschnitt auf der Richtungsfahrbahn Wien. In Richtung Graz wird im Rahmen dieses Projektes der Lärmschutz erneuert und verbessert.

  • S 6 Semmering Schnellstraße:


Sanierung Langenwang bis Krieglach

Baustart Mai / Fertigstellung November 2019 / Investition neun Millionen Euro

Der etwa drei Kilometer lange Abschnitt wird auf beiden Seiten innerhalb von knapp sieben Monaten erneuert, wobei insbesondere 20 Brücken zu sanieren sind. Der Verkehr wird jeweils im Gegenverkehr mit je einem Fahrstreifen pro Richtung geführt.

  • S 36 Murtal Schnellstraße:

Sanierung Feistritz bis Zeltweg Ost

Baustart April 2016 / Fertigstellung Dezember 2019 / Investition 26 Millionen Euro

In vier Etappen hat die ASFINAG diese zwölf Kilometer der S 36 erneuert. Die Bauphasen waren so geplant, dass pro Jahr etwa sechs Kilometer saniert wurden, um die Einschränkung für die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus musste jede einzelne Bauphase auch nochmals aufgeteilt werden. Nur dadurch war es möglich, die Arbeiten immer rechtzeitig vor dem Sommer zu beenden, um während der Großveranstaltungen in Spielberg eine baustellenfreie Zufahrt zu Formel 1, Moto GP oder auch Air Power gewährleisten zu können.

Sanierung St. Michael bis Kraubath

Baustart März 2019 / Fertigstellung Juni 2020 / Investition zehn Millionen Euro

In zwei Phasen werden bis Juni 2020 insgesamt fünf Kilometer der S 36 beider Richtungsfahrbahnen erneuert. Ende Juni ist auch bei dieser Baustelle „Sommerpause“, um während der Großveranstaltungen in Spielberg den Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Im September sowie 2020 geht es dann mit den Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn St. Michael weiter. Auch in diesem Bereich ist die S 36 bereits in die Jahre gekommen, die Verkehrsfreigabe erfolgte 1988.

Weitere Sanierungen: Auf der S 35 wird in Richtung Graz das etwa fünf Kilometer lange Teilstück von Röthelstein bis Frohnleiten noch bis Juni saniert (etwa zehn Millionen Euro). Von August bis November werden die Fahrbahnen der beiden Anschlussstellen Lebring und Wildon auf der A 9 Pyhrn Autobahn erneuert (etwa eine Million Euro).

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