Hitzeschutz beginnt beim Baustoff
Praktisch ganz Österreich liegt heuer über dem langjährigen Hitzeschnitt. 2110 der 2114 Gemeinden verzeichneten bereits mehr Hitzetage als üblich, manche mehr als viermal so viele. Die Ostregion, insbesondere die Hauptstadt Wien trifft es besonders hart. Laut einer Analyse von GeoSphere Austria verzeichnete die Bundeshauptstadt zwischen 1961 und 1990 im Schnitt 9,6 Hitzetage pro Jahr, in der Klimaperiode 1991 bis 2020 waren es bereits 20,9 und in den Jahren 2020 bis 2025 stieg der Schnitt weiter auf 30. Ende Juni wurde außerdem mit 27,3 Grad an der Jubiläumswarte in Wien-Ottakring die wärmste Nacht der österreichischen Messgeschichte registriert.
Städte heizen sich besonders stark auf
Wie stark der urbane Raum unter Hitze leidet, zeigen Messungen von Dr. Philipp Lionel Molter, Professor für klimagerechtes Bauen an der Hochschule Kaiserslautern. In dicht bebauten Stadtquartieren kann die Lufttemperatur um rund acht Grad höher liegen als im Umland. Die empfundene Temperatur hängt dabei nicht nur von der Luft ab, sondern wesentlich von den Oberflächentemperaturen der Fassaden. Während sich Metallfassaden auf über 51 Grad aufheizen, bleiben Ziegelfassaden mit 44 Grad davon deutlich entfernt. Entscheidender als die Oberfläche ist jedoch die Speichermasse. Ziegelkonstruktionen sorgen für stabile Innenraumtemperaturen und dämpfen Höchsttemperaturen, ohne dass eine technische Kühlung notwendig wird.
Raum- und Wohnklima angenehm trotz Hitze
Was den Ziegel über seine technischen Eigenschaften hinaus auszeichnet, ist seine Wirkung im Alltag der Bewohner:innen. „Das Raum- und Wohnklima von Ziegel ist deutlich angenehmer. Ziegel ist ein träger Baustoff, der Temperaturschwankungen langsam ausgleicht und somit ausgleichend bei Temperaturspitzen wirkt. Das ist ideal für die immer heißer werdenden Sommer, gepaart mit einer temperierenden Bauteilaktivierung der Decken", erklärt Eckehart Loidolt, Partner des Architekturbüros schneider+schumacher Wien und Planer u.a. vom Objekt Q17 in den Reininghausgründen in Graz.
Eine Forschungsarbeit von Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus Krec zur Sommertauglichkeit von Gebäuden belegt, dass die Innentemperatur in massiver Ziegelbauweise selbst bei Außentemperaturen um die 30 Grad durchgehend unter der kritischen Marke von 27 Grad bleibt. In Leichtbauweise fehlt diese Schutzwirkung. Hinzu kommt eine weitere Eigenschaft des Naturprodukts: Ziegel sind diffusionsoffen, ihre Poren begünstigen den Feuchtigkeitsaustausch zwischen innen und außen und sorgen so für ein gesundes Wohnklima.
Moderne Baustoffe für klimafittes Bauen
wienerberger nutzt die natürlichen Eigenschaften des Ziegels und entwickelt sie mit innovativen Ansätzen weiter. Beim Porotherm W.i ist recycelbare Mineralwolle als Isolierung direkt integriert. Dadurch braucht er keine zusätzliche Dämmschicht und erreicht Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) ab 0,12 W/m²K. So bleiben Innenräume auch im Hochsommer angenehm temperiert. Mit wienerberger Ziegeln entstehen Gebäude, die dauerhaften Wohnkomfort bieten und den Anforderungen eines sich wandelnden Stadtklimas gerecht werden. Im Inneren sorgen die Ziegel für ein kühleres und zugleich gesundes Raumklima, auch bei zunehmenden Hitzetagen.
„Gebäude müssen sich stärker denn je an den Menschen orientieren, die in ihnen leben. Wenn Hitzewellen länger und intensiver werden, entscheidet die Gebäudehülle über die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Mit seiner Speichermasse hält der Ziegel Innenräume im Sommer spürbar kühler, ganz ohne zusätzliche Technik. Gleichzeitig ist er ein regionaler und nachhaltiger Baustoff, der aus heimischem Rohstoff entsteht und über Generationen hält", sagt Johann Marchner, Geschäftsführer der Wienerberger Österreich GmbH.