Sujet zum Österreichischen Betonpreis 2027 mit den Siegerprojekten 2025: Campo Breitenlee, Future Art Lab und Kulturzentrum Mattersburg
© Hertha Hurnaus, Wolfgang Thaler / Beton Dialog Österreich

Österreichischer Betonpreis 2027: Einreichphase gestartet

Österreichischer Betonpreis 2027: Ab sofort können Hoch-, Tiefbau- und Sonderprojekte eingereicht werden, vom Neubau bis zur Revitalisierung. Bewertet werden unter anderem Nachhaltigkeit, Kreislauffähigkeit, Materialeffizienz, Innovation und Design.

Österreichischer Betonpreis 2027 – unter diesem Titel schreibt der Verein Beton Dialog Österreich (BDÖ) erneut seine Auszeichnung für Bauwerke in Beton aus. Seit 5. November 2026 können Projekte eingereicht werden, die zwischen 2022 und 2027 in Österreich errichtet wurden. Einreichschluss ist der 19. März 2027, die Preisverleihung ist für Mitte Juni 2027 geplant.

Gesucht sind Hoch-, Tiefbau- und Sonderprojekte. Zugelassen sind Neubauten ebenso wie Nachverdichtungen und Revitalisierungen. Eigene Preiskategorien gibt es nicht. Die Ausschreibung nennt ein breites Spektrum an Bauaufgaben: Wohnbau, Verwaltungs-, Kultur- und Bildungsbauten, Sportstätten, Dienstleistungs-, Gewerbe- und Industriebauten sowie Infrastruktur- und Tiefbau.

Österreichischer Betonpreis 2027: Wer teilnehmen kann

Einreichberechtigt sind Architektur- und Planungsbüros, ausführende Unternehmen, Bauherren und Bauträger sowie Hersteller von Zement, Transportbeton und Betonfertigteilen mit Sitz in Österreich. Der Preis richtet sich damit an alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette, vom Entwurf über die Materialherstellung bis zur Ausführung auf der Baustelle.

Ausgeschrieben wird der Preis vom Verein Beton Dialog Österreich mit Sitz in Wien. Vorsitzender ist Anton Glasmaier.

Sieben Kriterien für die Bewertung

Die Einreichungen bewertet eine interdisziplinäre Fachjury. Die Kriterien reichen über die Gestaltung hinaus: Neben Innovation und Design zählen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit, die Ausführungsleistung, Kreislauffähigkeit, Ressourcenschonung und Materialeffizienz.

Die Auswahl der Kriterien greift die Debatte auf, die die Branche derzeit prägt. Beton steht wegen der CO2-Emissionen der Zementherstellung unter Druck, gleichzeitig ist der Baustoff für Infrastruktur, Wohnbau und Tiefbau kaum zu ersetzen. Kreislauffähigkeit und ein sparsamer Materialeinsatz werden damit zu zentralen Maßstäben für das Bauen mit Beton.

So funktioniert die Einreichung

Die Einreichung erfolgt ausschließlich digital über ein Online-Formular. Verlangt werden unter anderem Projektname und Projektort, eine Projektbeschreibung im Umfang von 2.000 bis 3.000 Zeichen, eine Kurzbegründung mit maximal 200 Zeichen sowie Angaben zu Architektur, Bauherr, ausführendem Unternehmen und den Lieferanten von Transportbeton und Betonfertigteilen.

Dazu kommen vier bis zehn Projektfotos im JPEG-Format (je max. 3 MB, 300 dpi, sRGB) mit Fotocredits sowie optional bis zu zwei PDF-Dokumente. Voraussetzung ist, dass die Bildrechte geklärt sind: Die Fotografinnen und Fotografen müssen zustimmen, dass die Bilder für die redaktionelle Berichterstattung verwendet werden dürfen.

Zur Einreichung

Siegerprojekte 2025 als Referenz

Bei der vorangegangenen Ausgabe 2025 wurden drei Projekte ausgezeichnet: das Wohnbauprojekt Campo Breitenlee in Wien, das Future Art Lab der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie das Kulturzentrum Mattersburg im Burgenland. Die drei Projekte decken Wohnbau, Hochschul- und Kulturbau ab und zeigen die Bandbreite der Bauaufgaben, die der Preis abbildet.

Termine im Überblick

  • Einreichbeginn: 5. November 2026
  • Einreichfrist: 19. März 2027
  • Preisverleihung: Juni 2027 (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

Weitere Informationen: www.beton-dialog.at/betonpreis2027