Rathaus aus Holz
Der Hauptpreis ging an das Rathaus Hohenems (Hohenems, Vorarlberg): Bauherrin Stadt Hohenems, Architektur Berktold Weber Architekten ZT GmbH, Tragwerksplanung gbd ZT GmbH, Holzbau i+R Holzbau GmbH.
© Adolf Bereuter

Österreichischer Staatspreis Holzbau 2026: Drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen vergeben

Der Österreichische Staatspreis Holzbau 2026 wurde erstmals vergeben: Am 28. Mai 2026 zeichnete eine internationale Fachjury aus 41 nominierten Projekten drei Hauptpreisträger und zwei Anerkennungen aus. Die prämierten Bauten zeigen, wie Holzbau architektonisch überzeugt und zugleich einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Österreichischer Staatspreis Holzbau 2026 – das bedeutet neue Maßstäbe für qualitätsvollen, ressourcenschonenden Holzbau auf nationaler Ebene. Die nominierten Projekte entstammten den Preisträger:innen der zwischen 2023 und 2025 in allen neun Bundesländern vergebenen Holzbaupreise. Vergeben wurde der Preis durch Bundesminister Norbert Totschnig (BMLUK), Richard Stralz (Obmann proHolz Austria), Simon Kathrein (Bundesinnungsmeister Holzbau) und Juryvorsitzende Nicole Berganski. Die internationale Fachjury bereiste ausgewählte Projekte im Rahmen einer Tour durch Österreich und resümiert: „Das Wissen um den Holzbau und die Wertschätzung für diesen Werkstoff sind längst in ganz Österreich angekommen."

Die Hauptpreisträger des Österreichischen Staatspreises Holzbau 2026

Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld, Erweiterung (Ernstbrunn, Niederösterreich): Bauherrin Windkraft Simonsfeld AG, Architektur juri troy architects, Tragwerksplanung KPPK Ziviltechniker GmbH, Holzbau Strobl Bau – Holzbau GmbH.

Holzbau Simonsfeld
Erweiterung Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld © Patrick Johannsen

HTL Bau und Design Innsbruck, Aufstockung (Innsbruck, Tirol): Bauherrin BIG Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H., Architektur ao-architekten, Tragwerksplanung Alfred Brunnsteiner, Holzbau Schmid Holzbau GmbH.

Holzbau HTL
Aufstockung HTL Bau und Design Innsbruck © David Schreyer

Rathaus Hohenems (Hohenems, Vorarlberg): Bauherrin Stadt Hohenems, Architektur Berktold Weber Architekten ZT GmbH, Tragwerksplanung gbd ZT GmbH, Holzbau i+R Holzbau GmbH.

Holzbau Hohenems
Hauptpreis Rathaus Hohenems © Adolf Bereuter

Anerkennungen beim Staatspreis Holzbau 2026

Schulen Hittisau (Hittisau, Vorarlberg): Bauherrin Schulerhalterverband Hittisau, Architektur Architekt Matthias Bär ZT GmbH, Tragwerksplanung merz kley partner GmbH, Holzbau i+R Holzbau GmbH, Zimmerer Nenning OG und Zimmerei Gerhard Bilgeri GmbH.

Holzbau Schule
Anerkennung Schulen Hittisau © Adolf Bereuter

Ronald McDonald Kinderhaus (Salzburg): Bauherrin Ronald McDonald Kinderhilfe, Architektur LP architektur, Tragwerksplanung Lackner | Egger Bauingenieure ZT GmbH, Holzbau Innovaholz GmbH.

Holzbau Kinderhaus
Anerkennung Ronald McDonald Kinderhaus © Albrecht Schnabel

Innovationspreis Holz: Elektrisch leitende Oberflächen und Laubholz als Hochleistungsmaterial

Parallel zum Staatspreis wurde der Innovationspreis Holz vergeben, der Ideen und Konzepte mit hohem Marktpotenzial für die stofflich-mechanische Nutzung von Holz auszeichnet. Den ersten Preis holte die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft für elektrisch leitende Holzoberflächen durch Atmosphärendruck-Plasma. Platz zwei ging an das Wood Vision Lab GmbH (Weiz) für das Projekt Wood Vision Lab | Laubholz wird Hochleistungsmaterial. Den dritten Preis erhielt ein Konsortium aus Rubner Holzindustrie, Rubner Holzbau, Nordpan und Holzforschung Austria für das Projekt Glulam2NewProduct.

Der Staatspreis Holzbau wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz in Kooperation mit proHolz Austria vergeben und aus Mitteln des österreichischen Waldfonds gefördert. Künftig wird er alle vier Jahre ausgelobt.