Die Teilnehmer*innen des AFI-Bautechnikum-Preises 2026
© Aluminium-Fenster-Institut

Nachwuchspreis für Bauvisionen: Schüler entwickeln Aluminium-Lösungen für die Gebäudehülle

Der Nachwuchspreis für Bauvisionen verbindet Ausbildung und Baupraxis: Im Rahmen des AFI-Bautechnikum-Preises 2026 arbeiten angehende Bautechnikerinnen und Bautechniker an Projektentwürfen für eine nachhaltige Gebäudehülle aus Aluminium. Die Preisverleihung ist für 18. Jänner 2027 angesetzt.

Wie lassen sich Fenster, Türen und Fassaden aus Aluminium so planen, dass sie den Anforderungen an die Gebäude von morgen standhalten? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit Anfang Oktober 2026 rund 40 Schülerinnen und Schüler des Camillo Sitte Bautechnikums in Wien. Den Rahmen bildet der AFI-Bautechnikum-Preis 2026, der Nachwuchspreis für Bauvisionen unter dem Motto „Element Alu“.

Getragen wird der Wettbewerb vom Aluminium-Fenster-Institut (AFI), vom Camillo Sitte Bautechnikum und von der Architekturstiftung Österreich. Ziel ist es, angehende Bautechnikerinnen und Bautechniker frühzeitig mit der Baupraxis in Kontakt zu bringen. Zum Auftakt besuchten die Teilnehmenden den Aluminium-Systemanbieter ALUKÖNIGSTAHL.

Konzepte für klimaresiliente Gebäudehüllen

In Teams entwickeln die Schülerinnen und Schüler konkrete Projektentwürfe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich klimaresiliente Fenster, Türen und Fassaden aus Aluminium in die Gebäudehülle integrieren lassen, technisch durchdacht und mit Blick auf die Nachhaltigkeit.

Der Werkstoff bringt dafür mehrere Eigenschaften mit: Aluminium ist leicht, robust und laut AFI nahezu beliebig oft recycelbar. Es ermöglicht schlanke, belastbare Konstruktionen sowie energieeffiziente Gebäudehüllen und lässt gestalterisch viel Spielraum. Der Wettbewerb soll daher mehr leisten, als Fachwissen abzufragen. Gefragt sind Lösungen, die Material, Konstruktion, Gestaltung und Nachhaltigkeit zusammenführen.

Exkursion: Vom Profilsystem zum fertigen Fenster

Bei der Exkursion zu ALUKÖNIGSTAHL erfuhren die Jugendlichen, wie Aluminium-Profilsysteme aufgebaut sind und welche Arbeitsschritte nötig sind, bis aus einzelnen Komponenten ein fertiges Fenster entsteht. Im Showroom konnten sie unterschiedliche Konstruktionen und Gestaltungsvarianten begutachten und Anregungen für die eigenen Entwürfe sammeln.

Ein zweiter Schwerpunkt galt dem nachhaltigen Bauen. Thema waren unter anderem ein verantwortungsvoller Materialeinsatz und die langfristige Nachhaltigkeit von Bauprodukten. Vermittelt wurde, dass Nachhaltigkeit bereits in der Planung beginnt und Materialwissen, technische Kompetenz sowie einen Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes voraussetzt.

Teamarbeit und Bewertungskriterien

Teilnahmeberechtigt sind 40 Schülerinnen und Schüler aus den fünften Klassen mit den Schwerpunkten Hochbau und Hochbautechnologie. Gearbeitet wird in Teams zu zwei bis drei Personen. Die Ergebnisse werden als Präsentation mit Kurzbeschreibung aufbereitet, ergänzend können Modelle und Plakate erstellt werden.

Bewertet wird dabei nicht nur die Konstruktion. Zu den Kriterien zählen das Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitskonzept, technische und ästhetische Aspekte, die Oberflächenveredelung sowie eine hochwertige Verwendung von Glas.

Nachwuchspreis für Bauvisionen: Jury aus Schule und Praxis

Die Jury setzt sich aus Fachleuten aus Schule, Metallbau, Nachhaltigkeit und Architektur zusammen. Vorgesehen sind unter anderem Wolfgang Krenn, Geschäftsführer von Leicht Metallbau und AFI-Beirat, Anton Resch, Geschäftsführer der AMFT und Metallbau-Sachverständiger, Mag. Peter Engert von der ÖGNI sowie Thomas Sattler, Geschäftsführer der KBO Ostermann GmbH und AFI-Obmann. Zudem sind die Architekturstiftung Österreich und Lehrkräfte des Camillo Sitte Bautechnikums in der Jury vertreten.

Preisverleihung im Jänner 2027

Insgesamt ist ein Preisgeld von 1.500 Euro ausgeschrieben. Über Anzahl und Höhe der einzelnen Preise entscheidet die Jury. Die Preisverleihung findet am 18. Jänner 2027 im Camillo Sitte Bautechnikum statt.

Für das AFI geht es dabei nicht allein um die Auszeichnung der besten Projekte. Der Preis soll jungen Menschen die Möglichkeiten moderner Metallkonstruktionen näherbringen. Umgekehrt erhält die Branche Einblick, wie die kommende Generation über Material, Nachhaltigkeit und Architektur denkt.