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BIM im Facility Management

So, 01.11.2020

PlanRadar, Spezialist für digitale Dokumentation und Kommunikation in Bau-und Immobilienprojekten, hat mit einem umfassenden Update neue Einsatzmöglichkeiten für seine plattform- und geräteunabhängige Web-Applikation geschaffen. Die Erweiterung um BIM-Funktionen (Building Information Modeling) stellt das gesamte Datenmaterial aus Planung, Errichtung und Betrieb eines Objekts in einemGebäudemodell dar.

Damit wird die Kommunikation zwischen Planern, Behörden, Bauherren, Bauunternehmen, Gewerken, Hausverwaltung, etc. erheblich vereinfacht, die Fehlerhäufigkeit gesenkt und die Kosteneffizienz wesentlich gesteigert. „Aus Anwendersicht sind diese Möglichkeiten eine große Bereicherung“, erklärt Georg Stadlhofer, Geschäftsführer Drees & Sommer Österreich. „Vor allem bei komplexen Objekten miteiner großen Menge relevanter Daten, die zwischen zahlreichen Prozessbeteiligten ausgetauscht und für diese verfügbar sein müssen, ist die effiziente, eindeutige und fehlerfreie Kommunikation eine der zentralen Herausforderungen im Management der Baustelle und später des Objekts. Wenn wir diese Daten in ein intelligentes BIM-Modell mit exakten Informationen zu allen Maßen, Materialien, Produkteigenschaften etc. eingebettet erhalten und managen können, ermöglicht das enorme Effizienzgewinne in der späteren Bewirtschaftung.“

Stadlhofer bewertet das Einsparungspotenzial im Facility Management mit bis zu zehn Prozent der Bewirtschaftungskosten über den gesamten Immobilienzyklus. „Vor allem aus Eigentümersicht ist die größere Flexibilität ein enormer Vorteil. Für die Übernahme von Verwaltung oder Management eines Objekts, müssen jedes Mal rund 10 bis 15% der jährlichen Kosten, für die derzeit noch sehrkomplexe Übernahme der Daten und Informationen zum Objekt kalkuliert werden. Ein hochautomatisierter Datentransfer im Rahmen eines BIM-Modells ermöglicht einen weitaus kostengünstigeren Wechsel des Dienstleisters.“

Weitere wichtige Anwendungsfälle mit großem Kostensenkungs- und Qualitätssicherungspotenzial seien die Übernahme und Abarbeitung von Mängellisten, Ausführung von Reparaturen oder die Durchführung behördlich vorgeschriebener Sicherheitsüberprüfungen. „Es gibt viele Leistungen, bei denen die eigentliche Arbeit fast weniger aufwendig ist als die damit verbundene Kommunikation. Hier ist das Verbesserungspotenzial besonders hoch.“

Generell gelte die Faustregel: das Einsparungspotenziale bei Großprojekten ist prozentuell deutlich größer als bei kleineren Objekten. Zudem steigt das Verbesserungspotenzial natürlich mit dem Alter des Objekts, da im Laufe der Jahre durch Eigentümer-oder Betreiberwechsel wichtige Informationen zum Objekt in konventionellen, nicht digitalisiert gemanagten Betriebs- und Verwaltungsprozessen zunehmend verloren gehen.

Einfache Nutzung ist der Schlüssel zur BIM-Anwendung auf breiter Front

Domagoj Dolinsek, Gründer und Geschäftsführer von PlanRadar, sieht mit der BIM-Funktionalität der Web-Applikation einen der wichtigsten Kundenwünsche erfüllt. „BIM ist als technisches Prinzip nicht neu, aber wir ermöglichen eine einfache Handhabung in hochkomplexen BIM-Umgebungen. Erst dadurch wird die großflächige Verwendung in der Praxis sinnvoll. Darüber hinaus sind mit PlanRadar keine Einschulungen notwendig. Ob im Büro, oder auf der Baustelle – Nutzer können sofort loslegen.“

Wichtig ist Dolinsek auch die offene Architektur der PlanRadar-Software. „Die Effizienzgewinne durch die digitale Baustelle und die Digitalisierung des Gebäudemanagements werden umso höher, je einfacher alle Beteiligten auf den gleichen Datenbestand zugreifen können. Daher arbeiten wir konsequent nach dem offenen IFC-Standard, der in allen relevanten Softwareanwendungen der Bau- und Immobilienwirtschaft den Import und Export von IFC-Modellen unterstützt.“ Der Anstieg der Kosten im Facility Management in den vergangenen Jahren einerseits und derzu erwartende Druck auf die Branche in einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Situation andererseits, zwinge die Unternehmen auch dazu, Kostensenkungspotenziale konsequent auszureizen.

„Facility und Property Management sind gefordert, ihren Beitrag zur Kostensenkung zu erbringen, um die Wohn- und Betriebskosten in leistbaren Höhen zu halten und so einen funktionierenden Markt sicherzustellen.“ Ein Projekt, bei dem die Kostensenkungspotenziale durch die Digitalisierungunter Verwendung derPlanRadar-Software beispielhaft zum Einsatz gekommen sind, ist die BUWOG-Wohnanlage in der Forsthausstraße im 22. Wiener Gemeindebezirk. „Wir haben hier innerhalb von nur zwei Tagen 3.000 Datenpunkte aufgenommen und damit die Grundlage für effiziente und digitale Bewirtschaftungsprozesse und -kosten geschaffen“, so der Geschäftsführer von Drees&Sommer Österreich Georg Stadlhofer. „Noch weit wichtiger als der Zeitgewinn ist aber der Qualitätsgewinn. Fast alle Probleme, die beim Wechsel von Verantwortlichkeiten entstehen, sind unabhängig von ihrer Größe auf eine unvollständige, fehlerhafte oder missverständliche Kommunikation zurückzuführen. Durch den digitalisierten Datentransfer ist dieses Risiko auf ein Minimum gesenkt worden.

Das BIM-Versprechen für die FM-Branche einlösen

Eine wichtige Funktionalität von BIM-Modellen für das Facility Managementwird künftig in Kombination mit der von Drees & Sommer initiierten Facility-Management-Anbieterplattform www.res-monitor.com sichergestellt. Damit werden aus vorhandenen BIM-Modellen automatisiert Ausschreibungsunterlagen generiert, die alleausschreibungsrelevanten Inhalte auslesen (Maße, Beschaffenheit, technische Anforderungen, Mengen, ...) und direkt auf die Plattform einspielen. „Damit wird der Beschaffungsprozess sicherer, schneller, transparenter und auch weniger arbeitsaufwendig“, so PlanRadar-Gründer Domagoj Dolinsek. „Wir sind wirklich stolz, dass wir einen entscheidenden Beitrag zu dieser wichtigen Innovation leisten können.“

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