Vergabe-Update 2026: Expertenveranstaltung zu neuen Spielregeln für öffentliche Aufträge
Die unmittelbar bevorstehende BVergG-Novelle 2026 markiert einen Paradigmenwechsel im österreichischen Vergaberecht. Um Auftraggebern und Bietern Orientierung in der neuen Rechtslage zu geben, veranstalten Schiefer Rechtsanwälte und die vemap Einkaufsmanagement GmbH das Vergabe-Update 2026. Die Veranstaltung bietet kompakte Expertise zu aktuellen Entwicklungen im Vergaberecht, innovativen Beschaffungsmodellen und praxisrelevanten Compliance-Themen. Interessierte können sich bis 22. Februar 2026 unter veranstaltungen@schiefer.at oder events@vemap.com anmelden. Aufgrund begrenzter Plätze wird eine rechtzeitige Registrierung empfohlen.
Die wichtigsten Neuerungen der BVergG-Novelle 2026
Die parlamentarische Debatte über das Bundesvergabegesetz 2026 ist abgeschlossen. Die Novelle verfolgt ambitionierte Ziele – von mehr Transparenz über höhere Schwellenwerte bis hin zur strategischen Beschaffung. Martin Schiefer, Maria Troger und Christian Richter-Schöller analysieren im Vergabe-Update die zentralen Änderungen: Welche Chancen eröffnen sich für Auftraggeber und Bieter? Wie wirkt sich der neue 2-Millionen-Grenzwert im Bau auf den Vorhabensbegriff aus? Die Einführung von eForms als neuem Standard sowie verschärfte Ausschlussgründe und Regelungen zur Selbstreinigung werden ebenso thematisiert wie die überarbeiteten Rahmenvereinbarungen und höhere Informationspflichten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, ob die Betonung von Lebenszykluskosten endlich den ersehnten Paradigmenwechsel vom Billigst- zum Bestbieter einläutet. Umweltgerechte und effiziente Beschaffung rückt damit ins Zentrum der Überlegungen.
EU-Recht als Impulsgeber: Resilienz und regionale Vergaben
Mehr als 50 neue EU-Rechtsakte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Wettbewerb und Sicherheit prägen den aktuellen Gestaltungsrahmen. Die Veranstaltung zeigt auf, wie Auftraggeber den Überblick bewahren, versteckte Risiken erkennen und gebotene Chancen nutzen können. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten gewinnt die Resilienz von Lieferketten an Bedeutung. Die Experten beleuchten, wie regionale Vergaben dem internationalen Wettbewerb standhalten können und welche Chancen und Risiken "Europe First" in der Beschaffung mit sich bringt.
Der "Schiefer Zukunftspreis" dient als Wegweiser für innovative Ansätze: Net Zero Act und CO₂-Bepreisung werden als Instrumente der Standortsicherung diskutiert.
Innovative Finanzierungsmodelle für angespannte Budgetzeiten
Knappe öffentliche Budgets erfordern kreative Lösungswege. Das Vergabe-Update zeigt auf, wie innovative Vergabe-, Vertrags- und Finanzierungsmodelle zur Einnahmensteigerung und Projektrealisierung beitragen können. Thematisiert werden verschiedene Formen der Projektrealisierung unter Einbindung privater Partner – von Joint-Ventures über Energiegemeinschaften bis hin zu alternativen Finanzierungsmodellen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Renaissance öffentlich-privater Partnerschaften (PPP) und Maastricht-konformen Kriterien für die Projektumsetzung.
Alternative Vertragsmodelle werden als unterschätzte Lösung für die langfristige Sicherung öffentlicher Budgets präsentiert.
Compliance im Spannungsfeld neuer Anforderungen
Nach sechs Monaten Informationsfreiheitsgesetz (IFG) liegen erste Praxiserfahrungen vor. Die Veranstaltung behandelt zentrale Compliance-Fragen: Welche Informationen aus Vergabeverfahren müssen in welcher Tiefe offengelegt werden? Ein erster Erfahrungsbericht aus der aktuellen Rechtsprechung zeigt, wie IFG-Anfragen auch als Alternative zu Nachprüfungsanträgen genutzt werden können.
Weitere Schwerpunkte bilden die Business Judgement Rule als "sicherer Hafen" für Entscheidungsträger, das Erkennen von Warnsignalen für wettbewerbswidrige Absprachen sowie Anti-Korruptions-Maßnahmen und Whistleblowing in der Praxis. Die Experten zeigen auf, welche internen Compliance-Maßnahmen Entscheidungen wirklich schützen.
Anmeldung bis 22. Februar 2026
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis 22. Februar 2026 unter veranstaltungen@schiefer.at oder events@vemap.com möglich. Alternativ steht ein Online-Formular zur direkten Registrierung zur Verfügung.