Metallbautag 2026 – Fachimpulse und gelebte Vernetzung
Ein Höhepunkt am österreichischen Metallbautag war die Abendveranstaltung mit der Verleihung des „Österreichischen Metallbaupreises 2026“ – ein Abend, an dem Können, Präzision und Leidenschaft für den Metallbau spürbar im Mittelpunkt standen.Das Rahmenprogramm mit 34 Ausstellern präsentierte innovative Produkte und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Bereichen der verbundenen Zulieferindustrie und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche und neue Kontakte.
Zwei Tage voller Inhalte – von Schadensvermeidung bis Zukunftsimpulsen
Der Metallbautag 2026 bot ein Programm, das zentrale Herausforderungen und Chancen des Metallbaus praxisnah aufgriff.
Unter dem Motto „Stark. Beständig. Zukunftsorientiert.“ standen am ersten Veranstaltungstag unter anderem Qualitätsfragen und technische Schwerpunkte im Mittelpunkt. Beiträge zur Vermeidung von Schäden im Fenster- und Fassadenbau sowie Brandschutzthemen rund um Photovoltaikanlagen bzw. gebäudeintegrierte PV setzten Akzente. Ebenso wurde die Frage diskutiert, wie Kreislaufmodelle für Aluminium künftig auch in Österreich noch stärker wirksam werden können. Ein weiterer inhaltlicher Fixpunkt war der Blick auf die europäische Fenster- und Fassadenbranche und deren Entwicklungschancen. Ergänzt wurde das Fachprogramm durch bewusst anders gesetzte Programmpunkte, die Gemeinschaft und Erlebnischarakter stärkten – mit Live-Vorführungen von Sicherheitsgläsern sowie einem Programmpunkt im ÖAMTC Experience Center, bei dem zehn Mitfahrten mit Rennfahrer Martin Ragginger auf der von Alexander Wurz designten Strecke verlost wurden.
Am zweiten Tag rückten wirtschaftliche und politische Perspektiven sowie die Kursbestimmung für die Branche in den Fokus. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wurden Rahmenbedingungen, Wettbewerbsfähigkeit und der Blick nach vorne beleuchtet. Die Podiumsdiskussion überzeugte durch ein außergewöhnlich hohes fachliches Niveau und die ausgewiesene Fachkompetenz der Podiumsgäste. Fachliche Themen wie Abweichungen und Sanierungen im Brandschutz, Naturgefahren (Hagel/Starkregen) sowie weitere aktuelle Aspekte rundeten das Programm ab. Durch beide Tage führte Moderatorin Andrea Dunkl.
Die Oberflächenveredelung als Qualitätsfaktor
Das Aluminium-Fenster-Institut (AFI) war gemeinsam mit der Oberflächenveredelungsgruppe des AFI auf dem Österreichischen Metallbautag vertreten. Am “Gemeinschaftsstand der Oberfläche” drehte sich alles um den fachlichen Austausch zu Beschichtung, Veredelung und innovativen Lösungen im Metallbau.
Was oft als abschließender Arbeitsschritt wahrgenommen wird, ist in Wahrheit ein zentraler Bestandteil der Gesamtleistung. Die Oberflächenveredelung hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie langlebig, widerstandsfähig und hochwertig ein Bauteil tatsächlich ist.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Beständigkeit zeigt sich: Die Leistungsfähigkeit eines Projekts hängt wesentlich davon ab, wie professionell Oberflächentechnik, Beschichtung und Veredelung umgesetzt werden.
Die AFI-Oberflächengruppe präsentierte sich mit einer starken Beteiligung ihrer Partnerunternehmen und bot umfassende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Lösungen. Gemeinsam zeigten sie, wie sich Qualität, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Anforderungen in Einklang bringen lassen.
Österreichischer Metallbaupreis 2026
Als besonderer Höhepunkt wurde der „Österreichische Metallbaupreis 2026“ verliehen. Die Auszeichnung würdigte in drei Größenkategorien herausragende Metallbauleistungen und ihre Sieger, die im Vorfeld durch eine Fachjury ermittelt wurden.
Sieger in der Kategorie bis € 100.000:
Metalltechnik Wenger GmbH & Co. KG aus Salzburg mit dem Eingangsportal und Verkleidung der Seitenbereiche mit Tombakblech beim Einrichtungshaus Famler in Salzburg
Sieger in der Kategorie bis € 1.000.000:
Ing. Andreas Sauritschnig Alu-Stahl-Glas GmbH aus St. Veit an der Glan mit der Spiegeldeckenuntersicht beim I08 Visitor Center in Klosterneuburg
Sieger in der Kategorie über € 1.000.000:
GIG Fassaden GmbH aus Attnang Puchheim, mit dem Zubau Power Tower der Energie AG Linz und der umgesetzten Closed Cavity Elementfassade.
Sieger und Siegerprojekte wurden mit Kurzvideos dem Publikum präsentiert und es gab Anerkennung durch Branchenkolleginnen und -kollegen
Ein Abend mit viel emotionaler Leidenschaft für den Metallbau
Der Veranstalter AMFT dankt allen Einreicherinnen und Einreichern für ihren Beitrag zur Sichtbarkeit und Wertschätzung des Metallbaus. „Die Einreichungen zeigen großartige Arbeiten, hinter denen viel Knowhow der Beteiligten steckt. Sie zeigen, die Vielfältigkeit und das große Spektrum unserer Branche“, betont Anton Resch, Geschäftsführer der AMFT. Insgesamt stießen das abwechslungsreiche Programm beim Österreichischen Metallbautag 2026, die sehr gute Organisation, wie auch das Ambiente vor Ort bei den Teilnehmern auf ein sehr positives Echo.
Der Österreichische Metallbautag inkl. der Vergabe des Österreichischen Metallbaupreises findet alle zwei Jahre statt. Die nächste Austragung ist für den 20. und 21. April 2028 geplant.
Bereits im nächsten Jahr wird es die Ausschreibung und die Einreichphase für den Metallbaupreis 2028 geben. Alle Fotos der Veranstaltung finden Sie unter www.metallbautag.at