Programm der Architekturtage 2026
Bei der kommenden Ausgabe holen die Architekturtage mit dem Thema Was uns verbindet- Infrastrukturen des Alltags vielfältige lnfrastrukturbauten und -anlagen von Vorarlberg bis ins Burgenland vor den Vorhang und laden alle Altersgruppen ein, im Rahmen spannender Vermittlungsformate in deren Geschichte, Gegenwart und Zukunft einzutauchen. Die Architekturtage öffnen Türen, führen zu speziellen Orten und bieten seltene Einblicke. Die Veranstaltungen sind überwiegend kostenfrei.
Infrastrukturen erzählen spannende Geschichten
Thema der 13. Ausgabe der ARCHITEKTURTAGE sind die vielen sichtbaren und unsichtbaren lnfrastrukturbauten, und -anlagen in Österreich. Wo finden wir gute, aber auch schlechte Beispiele für lnfrastrukturentwicklungen. Welche Infrastrukturen brauchen wir dringend in den kommenden Jahrzehnten? Brücken, Kraftwerke, Abwassersysteme, Strom- und Wasserversorgung, Bahnhöfe, Logistikzentren und viele weitere Infrastrukturen sorgen nicht nur für einen möglichst reibungslosen Ablauf im Alltag, sondern beeinflussen auch maßgeblich die Form und Gestalt städtischer und landschaftlicher Räume. Die ARCHITEKTURTAGE präsentieren Best-Practice-Beispiele ebenso wie kontroverse Projekte und machen deutlich, wie dringlich das Thema ist: rund 70 % der Anlagen, die wir 2050 benötigen, existieren heute noch nicht.
Besondere Formate und exklusive Einblicke
Unterschiedlichste Formate bieten einen Austausch zwischen Fachwelt und breitem Publikum: Kuratierte Touren, geführte Stadtspaziergänge, Bauvisiten, Fahrradtouren, Workshops, Pop-Up-Ausstellungen, Podiumsdiskussionen sowie Programmpunkte für Kinder vermitteln einer breiten Öffentlichkeit die vielen Aspekte von Architektur- und
Ingenieurleistungen.
Im Rahmen des Sonderformats Openstudio26 öffnen wieder zahlreiche Architekt:innen und Zivilingenieur:innen österreichweit ihre Büros für exklusive Einblicke. Der Opencall26 lädt Interessierte ein, Fotos und Visionen zum Thema ,Infrastrukturen des Alltags' einzureichen.
Veranstalter & Programm
Veranstaltet wird das Festival biennal von der Bundeskammer und den Länderkammern der Ziviltechniker:innen sowie der Architekturstiftung Österreich.
Die Programmkuratierung erfolgt über die neun Architekturhäuser Österreichs und das Architekturzentrum Wien:
- Burgenland: Architektur Raumburgenland
- Kärnten: Architektur Haus Kärnten
- Niederösterreich: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich
- Oberösterreich: afo architekturforum oberösterreich
- Salzburg: Initiative Architektur Salzburg
- Steiermark: HDA - Haus der Architektur
- Tirol: aut. architektur und tirol
- Vorarlberg: vai Vorarlberger Architektur Institut
- Wien: ÖGFA - Österreichische Gesellschaft für Architektur Architekturmuseum: Architekturzentrum Wien
Überblick Architekturtage-Programm 2026
Das vai Vorarlberger Architektur Institut lädt zu Programmpunkten in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz und setzt frühe Industrieanlagen, die Wasserwirtschaft und aktuelle lnfrastrukturprojekte in den Fokus. Der Bogen spannt sich u.a. von geführten Touren in die Arbeiterwohnsiedlung Wolford, zum Feldkirchner Stadttunnel oder zu einem Rheinregulierungsprojekt bis hin zu Kinder- und Jugendworkshops in der ehemaligen Spinnerei Feldkirch-Gisingen und einem Poolbar-Pubquiz.
Das aut. architektur und tirol öffnet exklusiv für das Architekturtage-Publikum Orte wie das Recyclingzentrum Ahrental oder Kraftwerke in Innsbruck. Fahrrad- und Bustouren, Wanderungen und Spaziergänge führen zur Stubaitalbahn, zu interessanten Brückenkonstruktionen, zum neuen Bozner Platz oder durch verschiedene Infrastrukturen der lnnsbrucker Kommunalbetriebe. Auch ein Vortrag zum Brenner Basistunnel steht auf dem Programm.
Das afo architekturforum oberösterreich lädt rund um das Thema „Infrastruktur" gemeinsam mit der Stadtplanung Linz zu Projekten der Innenstadtentwicklung, zu Radtouren in und um Steyr, zu einem Ausstellungsprojekt von und mit Jugendlichen des BORG Perg und bietet ein umfangreiches Open-Studio-Programm in Kooperation mit der FH OÖ Campus Wels oder der Creative Region Linz and Upper Austria an.
Die Initiative Architektur Salzburg bietet ein vielfältiges Programm von u.a. Ausstellungen im Architekturhaus Salzburg bis zur Analyse beispielhafter Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur in der Gemeinde Thalgau. In performativen Interventionen des Theaterkollektivs „ohnetitel" werden sichtbare und unsichtbare Infrastrukturen in der Stadt Salzburg erfahrbar gemacht und bei diversen Stadtführungen stehen historische und zeitgenössische Energie-, Verkehrsund Wassersysteme im Fokus.
In der Steiermark setzt das HDA - Haus der Architektur mit regionalen Bustouren und Exkursionen im Raum Graz starke Akzente zu Mobilität und Umbaukultur. Ein besonderes Highlight findet in Zusammenarbeit mit dem Architektur Haus Kärnten statt: Während einer exklusiven Veranstaltung in der Koralmbahn werden technische und planerische Hintergründe dieser zentralen Infrastruktur im Süden Österreichs vermittelt. Im Rahmen des „Open Studio 2.0" stellt das HDA für Architekturschaffende ohne Arbeitsräume Räumlichkeiten im H DA zur Verfügung.
Das Architektur Haus Kärnten ergänzt das Programm mit Exkursionen zu lnfrastrukturbauten von Oberkärnten bis Klagenfurt, Filmvorführungen, Radiotagen in Kooperation mit dem ORF Kärnten und Ausstellungen.
Das Architekturnetzwerk ORTE Niederösterreich zeigt, welche Infrastrukturen Städte und Dörfer zusammenhalten. Die Themenbandbreite ist groß und gibt u.a. Einblicke in die Funktion alter Getreidespeicher, in das Potenzial der lokalen \/\/achaubahn, in Renaturierungsprojekte entlang der Donau oder auch in die \/\/iederbelebung eines Fabrikareals.
Der Architektur Raumburgenland öffnet den Blick auf Energie- und Alltagsinfrastruktur - etwa bei Busexkursionen zu u.a. Wind- und Solarparks in Kooperation mit Energie Burgenland und Vorträgen, Diskussionen und Kinderprogramm im Schlossquartier in Eisenstadt. Das Programm in Wien wird von der ÖGFA Österreichische Gesellschaft für Architektur und vom Architekturzentrum Wien getragen und macht mit Sonderöffnungen zentrale Verkehrs-, Wasser- und Energieanlagen als urbanes Erlebnis zugänglich.
Das Architekturzentrum Wien startet mit einer Auftaktveranstaltung am 20. Mai und lädt das Publikum an den Architekturtagen zu verschiedenen lnfrastrukturorten zum Beispiel in Touren vom Veranstaltungsort Arena über Stadion zur Trabrennbahn oder zwischen Donaukanal, Stadtbahnbögen und Autobahnzubringer. Besichtigen kann man auch Verkehrsinfrastruktur im Entstehen bei einer spannenden Exkursion zu einer Tunnelvortriebsmaschine.
Das Programm der ÖGFA Österreichische Gesellschaft für Architektur führt zu verschiedenen Orten der \/\lasser-, Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Sonderführungen geben exklusive Einblicke in u.a. das Rückstaubecken Auhof, in die Schleusenanlage Nussdorfer Wehr oder in Kl-gesteuerte U-Bahnstationen. Auch der Zentralfriedhof, der Verkehrsknotenpunkt Spittelau oder das Fernwärmegebäude stehen auf dem Wien-Programm.
ARCHITEKTURTAGE 28.-30. Mai 2026
3 Tage 11 9 Bundesländer 11 300 Veranstaltungen
Festival für Baukultur und Ingenieurwesen
www.architekturtage.at