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Warum wir eine neue Umbaukultur brauchen

Wie gelingt es, das Bauen im Bestand attraktiver, effizienter und zukunftsfähig zu machen? Diese Frage steht im Zentrum der a3BAU.summit "Zukunft im Bestand", in hochkarätigen Vorträgen und einer prominent besetzten Panel Diskussion.

Die Transformation des Gebäudebestands zählt zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Klimaziele, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Veränderungen stellen die Bau- und Immobilienbranche vor eine grundlegende Frage: Wie gelingt es, das Bauen im Bestand attraktiver, effizienter und zukunftsfähig zu machen? Brauchen wir eine neue Umbaukultur?

Im Rahmen der a3bau.summit widmet sich eine hochkarätig besetzte Session genau diesem Thema – mit drei pointierten Impulsvorträgen und einer anschließenden Paneldiskussion, die aktuelle Positionen, Erfahrungen und Forderungen zusammenführt.

Drei Perspektiven einer neuen Umbaukultur

Den Auftakt macht Arch. Mag. arch. Caren Ohrhallinger, Partnerin und Geschäftsführerin des Büros nonconform, das für seine innovativen, partizipativen Planungsprozesse international bekannt ist. Als Architektin, Mediatorin und Prozessbegleiterin beschäftigt sie sich intensiv mit der Frage, wie Räume gemeinsam mit Nutzer:innen entwickelt werden können.

In ihrem Vortrag „Zukunft im Bestand – Bestand als neues Entwicklungsgebiet“ zeigt sie auf, warum der Gebäudebestand nicht länger als Einschränkung, sondern als Chance verstanden werden muss. Anhand konkreter Projekte und Prozesse wird deutlich, wie durch Beteiligung, neue Planungsansätze und ein Umdenken in der Praxis Umbauten nicht nur möglich, sondern attraktiv werden.

Im zweiten Impuls stellt sich Univ.-Prof. Dr. Manfred Wehdorn, einer der profiliertesten Experten Österreichs im Bereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand, einer grundsätzlichen Frage: „Hat es die Renovierung heute leichter oder schwerer?“

Wehdorn, langjähriger Professor an der TU Wien und international tätiger Experte für Denkmalpflege und Revitalisierung historischer Bausubstanz, bringt jahrzehntelange Erfahrung aus Forschung und Praxis ein. Seine Perspektive spannt den Bogen von denkmalgeschützten Gebäuden bis hin zu aktuellen regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Ergänzt werden diese beiden Sichtweisen durch die Vorstellung der „Umbauordnung“, initiiert von IG Architektur und Architects for Future. Diese versteht sich als programmatischer Vorschlag, wie politische, rechtliche und planerische Rahmenbedingungen angepasst werden müssen, um Sanierung und Weiterbauen im Bestand konsequent zu fördern.

Panel: „Wir brauchen eine neue Umbaukultur“

Im Anschluss werden die Impulse in einer hochkarätigen Diskussionsrunde zusammengeführt. Unter dem Titel „Wir brauchen eine neue Umbaukultur“ diskutieren Expert:innen aus Planung, Architektur und Politik, welche konkreten Veränderungen notwendig sind, um die Transformation des Bestands tatsächlich voranzubringen.

Am Podium:

  • Peter Bauer (werkraum Ingenieure, IG Architektur) – Ingenieur und engagierter Vertreter einer zukunftsorientierten Baupraxis
  • Caren Ohrhallinger (nonconform) – Architektin und Expertin für partizipative Raumentwicklung
  • Manfred Wehdorn – vielfach ausgezeichneter Architekt und Experte in der Revitalisierung
  • Sophie Ronaghi-Bolldorf – Architektin und Vertreterin einer jungen, klimaorientierten Planungsgeneration, Expertin der Wiener und NÖ Bauordnung
  • Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (angefragt) – politische Entscheidungsträgerin im Bereich Bau und Raumordnung in Niederösterreich

Im Zentrum der Diskussion steht die Frage:
Was braucht es konkret, damit Sanierung und Umbau zum neuen Standard werden?

Dabei treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: die Forderungen der Architekturszene nach einer „Umbauordnung“, bestehende Initiativen auf Landesebene sowie die praktischen Erfahrungen aus Planung und Umsetzung. Diskutiert werden regulatorische Hürden, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Notwendigkeit eines grundlegenden Paradigmenwechsels im Umgang mit dem Bestand.

Jetzt anmelden und mitdiskutieren

Die Session richtet sich an alle, die die Zukunft des Bauens aktiv mitgestalten wollen – von Architekt:innen und Planer:innen über Bauträger und Gemeinden bis hin zu Entscheidungsträger:innen aus Politik und Verwaltung.

Erleben Sie eine fundierte, kontroverse und praxisnahe Diskussion – und werden Sie Teil der Bewegung hin zu einer neuen Umbaukultur.

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