Nahmen den Spatenstich vor (v.l.n.r.): Stefan Gugerell (Würth Österreich), Christian Baumgartner (GF itb Installationstechnik Böheimkirchen), Adel Shebl (Generalplaner), Franz Haunold (Bürgermeister Böheimkirchen), Georgine Rumpler-Heindl (Gesellschafterin HABAU), Paul Lamprecht (GF Porr), Michael Hempt (CEO Würth Österreich), Johanna Mikl-Leitner (Landeshauptfrau), Wolfgang Ecker (Präsident WKNÖ), Hermann Laister (GF Caverion), Josef Kronister (Bezirkshauptmann), Andreas Kimberger (GF Accuro)
© Würth Österreich / Markus Berger

Würth setzt Spatenstich mit Signalwirkung

Mit einer Investition von 20 Millionen Euro bekennt sich Würth Österreich klar zum Standort Niederösterreich und setzt ein starkes Zeichen für langfristiges Wachstum, Versorgungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Beim Spatenstich in Böheimkirchen fand CEO Michael Hempt deutliche und inspirierende Worte zu Wachstum, Verantwortung und Energieunabhängigkeit.

Beim Spatenstich am 26. März fiel der offizielle Startschuss für die Erweiterung des Logistikstandorts von Würth Österreich in Böheimkirchen (NÖ). Der Zubau vergrößert den bestehenden Standort um eine Nutzfläche von 10.756 Quadratmetern (verbaute Fläche: 6.866 Quadratmeter). Damit wird Böheimkirchen nicht nur als zentrales Logistikzentrum für Österreich weiter ausgebaut, sondern zugleich als Logistik‑Hub für die Belieferung osteuropäischer Märkte positioniert. Die Erweiterung schafft die infrastrukturelle Basis, um steigende Anforderungen von Handwerk und Industrie auch künftig zuverlässig bedienen zu können.

REndering Zubau

Frau vor Leinwand
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte beim Spatenstich: „Diese Investition zeigt, dass Niederösterreich ein starker Standort ist.“ (© NLK Pfeiffer)

Bereits vor Baubeginn des Logistikzubaus wurde ein zentrales Nachhaltigkeitsprojekt unter dem Baufeld umgesetzt: 188 Geothermie‑Sonden mit rund 150 Metern Tiefe bilden die Grundlage für eine moderne, erneuerbare Energieversorgung. Seit vergangenem Herbst übernimmt die neue Geothermie‑Anlage das Heizen und Kühlen der Verwaltungs‑ und Logistikgebäude. Der Standort ist damit weitgehend unabhängig vom bisherigen Heizmedium Gas – ein klares Bekenntnis zu verantwortungsvollem und zukunftsorientiertem Wirtschaften.

Hier die Rede von Würth-CEO Michael Hempt im Originalton:

Viele wünschen ihn sich heutzutage: den Spatenstich. Er soll ein ermutigendes Zeichen sein – für Zukunftsvertrauen und für Handlungsfähigkeit. Er zeigt: Wir ziehen uns nicht zurück, wir warten nicht ab, sondern wir gestalten die Zukunft.

Würth Österreich investiert an diesem Standort in Böheimkirchen 20 Millionen Euro – in einen neuen Logistik-Zubau sowie in die dafür notwendigen IT-Systeme. Die Erweiterungsfläche umfasst 10.756 Quadratmeter Nutzfläche und stärkt unseren Standort als zentrales Logistikzentrum für Österreich.

Gleichzeitig entsteht hier etwas, das für uns innerhalb der Würth-Gruppe neu ist: Von Böheimkirchen aus sollen künftig auch Kunden in der Slowakei und in Slowenien betreut werden. Dieses länderübergreifende Konzept ist ein Pilotprojekt innerhalb der Würth-Gruppe. Eine Umsetzung in weiteren Ländern ist bereits geplant.

Dass wir heute damit beginnen dürfen, ist ein großer Vertrauensbeweis seitens der Konzernführung und ganz besonders natürlich auch von der Familie Würth. Dieses Vertrauen kommt jedoch nicht von ungefähr. Es basiert darauf, dass hier über viele Jahre hinweg sehr gute Arbeit geleistet wurde – dass Menschen Verantwortung übernommen haben, Qualität geliefert wurde und Verlässlichkeit gelebt wird.

Genau das hat im konzerninternen Wettbewerb den Unterschied gemacht: Nicht die billigste Lohnstunde war entscheidend, sondern die beste Gesamtleistung. Und darauf dürfen wir stolz sein.

Wenn wir den Blick nach vorne richten, sprechen wir immer auch über Perspektiven und über das Vertrauen der Menschen in die Zukunft. Denn wenn dieses Vertrauen fehlt, wird auch die wirtschaftliche Entwicklung immer schwieriger. Um Vertrauen zu gewinnen, brauchen wir Entscheidungen – Entscheidungen mit Substanz und Perspektive, die Sicherheit vermitteln.

Dazu gehört für mich auch ein Blick auf unsere Energieversorgung. Ich bin überzeugt: Sicherheit und Wohlstand werden wir auf Dauer nur sichern können, wenn wir unsere Abhängigkeiten verringern. Und dazu gehört ganz wesentlich die Frage, wie wir mit Energie umgehen.

Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist nicht nur eine Umweltfrage – sie ist auch eine Frage der Sicherheit und der wirtschaftlichen Vernunft. Wer bei Energie dauerhaft von außen abhängig ist, macht sich verletzlich: als Unternehmen, als Gesellschaft und auch als Wirtschaftsstandort.

Darum freut es mich besonders, dass wir hier bei Würth – noch vor dem eigentlichen Hochbau – bereits einen wichtigen Schritt gesetzt haben. Im letzten Jahr wurden 188 Geothermie-Sonden in einer Tiefe von etwa 150 Metern eingebracht, dort draußen, wo jetzt noch die Erde zu sehen ist. Seit dem vergangenen Herbst übernimmt diese Anlage das Heizen und Kühlen unseres Verwaltungs- und Logistikgebäudes.

Damit ist der Standort weitgehend unabhängig von bisherigen Heizmedien und Gas. Das hat im letzten Winter bereits hervorragend funktioniert. Steigende und volatile Gaspreise sind nicht nur ein kalkulatorisches Risiko, sondern ein handfester wirtschaftlicher Faktor. Sie verändern unsere Kalkulation – und machen Investitionen in mehr Energieunabhängigkeit oft schneller wirtschaftlich, als wir noch vor kurzer Zeit angenommen hätten. Und wenn sich dabei auch noch die CO₂-Bilanz verbessert, dann ist das umso besser.

Porträt

Fortschritt entsteht nicht durch schöne Worte. Fortschritt entsteht dort, wo wir ihn umsetzen. (Michael Hempt, CEO Würth Österreich)

Und genau das wollen wir heute tun. Wir investieren hier in Infrastruktur, wir investieren in Leistungsfähigkeit, wir investieren in Versorgungssicherheit. Wir investieren in einen Standort, der innerhalb der Würth-Gruppe weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Und wir dürfen uns über die vielen Menschen freuen, die diesen Weg mit uns gehen. Dafür möchte ich heute Danke sagen. Mein Dank gilt allen Partnern in den ausführenden Unternehmen, den Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Behörden sowie allen, die dieses Projekt in guter Zusammenarbeit möglich machen.

Mein ganz besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen hier in Böheimkirchen. Was heute beginnt, steht auf einem starken Fundament – auf eurer täglichen Arbeit, eurem Einsatz für unsere Kunden und eurer gelebten Verlässlichkeit. Dafür danke ich euch sehr herzlich.

Ich freue mich auf die nächsten Schritte dieses Projekts und wünsche allen Beteiligten einen sicheren, guten und erfolgreichen Bauverlauf. Möge dieser Zubau ein starkes Zeichen sein – für Zuversicht, Vertrauen und gemeinsames Gelingen.

Starke Partner 

Der Logistikzubau in Böheimkirchen wird von einem erfahrenen Netzwerk starker Projektpartner begleitet.

Hubert Wetschnig, CEO der HABAU GROUP: „Der heutige Spatenstich markiert einen wichtigen Meilenstein für den Logistikstandort in Böheimkirchen. Wir bedanken uns herzlich bei Würth für das Vertrauen in unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die Kombination aus modernem Holzbau und innovativem Fertigteilbau steht exemplarisch für unseren Anspruch, ökologische Verantwortung mit hoher Effizienz und Präzision in der Umsetzung zu verbinden. Gemeinsam schaffen wir damit Bauwerke, die sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig überzeugen.“

Manfred Simmet, Geschäftsführer der Caverion Österreich GmbH, verweist auf die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der nachhaltigen Energielösung: „Das Projekt beweist, wie wirkungsvoll partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe sein kann. Mit der geothermiebasierten Energieversorgung schaffen wir eine nachhaltige Lösung für effizientes Heizen und Kühlen und machen den Standort fit für die Anforderungen von morgen.“

Als Generalplaner begleitet Dr. Shebl & Partner das Projekt von der konzeptionellen Idee bis zur Umsetzung. Architekt Adel Shebl richtet dabei einen besonderen Blick auf Verantwortung, Zusammenarbeit und Zukunftsfähigkeit: „Meinen tiefen Respekt an die Führungskräfte, die Verantwortung tragen und die Zukunft für das Unternehmen sichern, mein Ruf an die Hände, die das Projekt erbauen und zukunftsfit entstehen lassen und mein Versprechen an unseren Auftraggeber, ein Fundament für den Erfolg der nächsten Jahre zu bauen. Nun packen wir es an!“

Christian Baumgartner, Geschäftsführer der itb Installationstechnik Böheimkirchen GmbH, unterstreicht dabei: „Dieser Spatenstich steht für Aufbruch, Fortschritt und eine starke gemeinsame Vision. Wir sind dankbar, die Firma Würth seit über 20 Jahren als verlässlicher Partner unterstützen zu dürfen.“

uch aus Sicht des Brandschutzes wird das Projekt aktiv mitgestaltet. Andreas Kimberger, Geschäftsführer der ACCURO Brandschutzanlagen GmbH, ergänzt: „Seit 30 Jahren begleiten wir die Firma Würth als Lieferant im stationären Brandschutz und gratulieren zu dieser österreichischen Erfolgsgeschichte. Wir bedanken uns für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.“

Das Bauprojekt soll mit März 2027 abgeschlossen sein.