Jahrestagung Bau 2026: Der Baubetrieb der Zukunft
Die Jahrestagung Bau 2026 findet am 20. Oktober von 9 bis 13 Uhr bei Austrian Standards in der Heinestraße 38 in Wien statt, Registrierung ab 8.30 Uhr. Die Veranstaltung läuft hybrid: Wer nicht vor Ort teilnimmt, erhält den Link zum Live-Stream einige Tage vorher. Die Teilnahme ist in beiden Formaten kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldung zur Jahrestagung Bau 2026
Thematischer Rahmen ist „Der Baubetrieb der Zukunft“ – die Frage, wie Daten, Digitalisierung, Automatisierung und Standards die Abläufe in Planung, Bau, Betrieb und Sanierung verändern. Adressiert sind Fachleute aus Bauwirtschaft, Immobilienwirtschaft, Technologie, Forschung, öffentlicher Hand und Standardisierung. Eröffnet wird die Tagung von Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards, durch das Programm führt Gudrun Ghezzo.
Jahrestagung Bau 2026 zeigt drei Praxisbeispiele
Nach einer Keynote unter dem Titel „Von der Baustelle zum datengetriebenen Produktionsraum“ folgt ab 9.40 Uhr ein Block mit drei Impulsvorträgen, gegliedert nach Verwalten, Bauen und Sanieren:
- Verwalten: Kamil Lagun, Geschäftsführer von AeroSurvey Solution, zum Einsatz von Drohnentechnologie im Gebäudemanagement.
- Bauen: Eduard Artner, Leiter des Geschäftsfelds 3D-Betondruck bei Baumit Austria, zu Robotik und automatisierten Bauprozessen.
- Sanieren: Christian Oswald, Direktor Robotics am Institut für Robotik und Flexible Produktion von Joanneum Research, zur seriellen Sanierung durch Vorfertigung.
Die Auswahl deckt damit drei Lebensphasen eines Gebäudes ab, in denen Automatisierung derzeit unterschiedlich weit ist: Drohnenbefliegung ist in der Bestandsaufnahme etabliert, 3D-Betondruck steht in Österreich noch im Übergang von der Forschung in die Anwendung, und serielle Sanierung durch vorgefertigte Fassadenelemente gilt als Hebel für die Sanierungsrate.
Panel: Wer verwaltet das Gebäude der Zukunft?
Ab 11.10 Uhr diskutiert eine Runde über „KI im Gebäudebetrieb“. Auf dem Podium sitzen Christoph Eichler, CEO der VIE Build GmbH, Gregor Glatz, Gebäudetechnikexperte und Niederlassungsleiter bei Siemens Niederösterreich, Monika Felzmann aus der Geschäftsführung der PEMA Real Estate Services GmbH und Kevin Bauer-Hentschke, Gründer und Geschäftsführer der Wohnio GmbH. Die Zusammensetzung ist bemerkenswert: Sie führt Bauherrenseite, Gebäudetechnik, Immobilienverwaltung und Proptech an einen Tisch – vier Perspektiven, die beim Thema Betriebsdaten unterschiedliche Interessen haben.
Digitaler Produktpass als zweiter Schwerpunkt
Den inhaltlichen Abschluss übernimmt Otto Handle, Geschäftsführer der inndata Datentechnik GmbH, mit einem Impuls zum Digitalen Produktpass (DPP) unter dem Titel „Die Zukunft ist schon da“. Ab 12.35 Uhr stellt er sich im Format „Hot Chair“ Fragen zur Umsetzung in der Baupraxis. Der Digitale Produktpass ist über die EU-Ökodesign-Verordnung absehbar für Bauprodukte relevant – er soll Materialzusammensetzung und Kreislauffähigkeit maschinenlesbar dokumentieren. Für Bauunternehmen und Planer ist damit die Frage verbunden, wer diese Daten erfasst und pflegt.