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WeBuild: Branche fordert Technologieoffenheit

Auf der Energiesparmesse in Wels diskutierten Branchenvertreter die Auswirkungen. Die Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) warnt vor einer einseitigen Ausrichtung: „Die Energiewende gelingt nur technologieoffen“, betont VÖK-Präsident Helmut Weinwurm. Dezentrale und hybride Heizsysteme seien entscheidend für Versorgungssicherheit und leistbare Energiekosten.

Die Energiewende im Gebäudesektor bleibt ein Balanceakt zwischen Klimazielen, Versorgungssicherheit, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ausreichenden Fachkräften. Die Branche fordert verlässliche, langfristige und technologieoffene Förderstrategien.

Branche fordert Technologieoffenheit

Mit der Sanierungsoffensive 2026 setzt die Bundesregierung neue Schwerpunkte in der Förderpolitik: Seit 2. Februar 2026 wird der Fokus ausschließlich auf den Kesseltausch gelegt, die Förderung für thermische Sanierungen wurde eingestellt. Ziel ist eine höhere CO₂-Einsparung pro Förder-Euro.

Menschen am Podium
Robert Schneider (Geschäftsführer Messe Wels GmbH), Helmut Weinwurm (Vorsitzender der VÖK, CEO Robert Bosch AG), Alexander Sollböck (Obmann Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ), Elisabeth Berger (Geschäftsführung VÖK), Anton Berger (Bundesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker), Franz Wastlbauer (Vorstandsmitglied ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme) und Christian Murhammer (Geschäftsführung Fertighausverband) © Roland Pelzl

Auf der Energiesparmesse in Wels diskutierten Branchenvertreter die Auswirkungen. Die Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) warnt vor einer einseitigen Ausrichtung: „Die Energiewende gelingt nur technologieoffen“, betont VÖK-Präsident Helmut Weinwurm. Dezentrale und hybride Heizsysteme seien entscheidend für Versorgungssicherheit und leistbare Energiekosten.

Absatzrückgang bei Heizsystemen

Die Marktzahlen 2025 zeigen einen deutlichen Rückgang: Insgesamt wurden 92.500 Heizungsanlagen verkauft (–11 %). Wärmepumpen bleiben mit 36.100 Stück Marktführer, verzeichneten jedoch ein Minus von 21 Prozent. Holzheizungen gingen um 19 Prozent zurück. Gasthermen legten hingegen um 14 Prozent zu.

Als Gründe gelten politische Unsicherheiten, verzögerte Förderprogramme und die schwache Baukonjunktur.

Dämmbranche kritisiert Förderstopp

Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme fordert, Heizkesseltausch und Dämmmaßnahmen gemeinsam zu denken. „Kein Heizkesseltausch ohne Dämmung“, lautet die klare Botschaft. Thermische Sanierungen seien nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch ein starker Wirtschaftsfaktor.

Fachkräftemangel als Bremsfaktor

Die SHK-Branche steht laut Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) unter hoher Auslastung. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel die Situation. Steigende Anforderungen durch Klimatisierung und neue Technologien erhöhen den Druck zusätzlich.

Fertigbau wieder im Aufwind

Der Österreichische Fertighausverband berichtet für 2025 ein Plus von 28 Prozent bei den Auftragseingängen. Vor allem serielle Sanierungen und Nachverdichtungen gewinnen an Bedeutung. Impulse kommen auch durch Reformen wie die Novelle der Niederösterreichischen Bauordnung, die Umbauten und Aufstockungen erleichtert.

EnergieGenie 2026

Gruppe von Menschen wird ausgezeichnet
Internorm mit Innovationspreis „EnergieGenie 2026“ ausgezeichnet: Fachjury prämiert Holz-Haustür HT 310 und würdigt die nachhaltige Ausrichtung von Europas Fenstermarke Nr. 1  (© Roland Pelzl)

Das Wirtschafts- und Energieressort des Landes OÖ zeichnet neue, energietechnisch innovative, Produkte im Rahmen der Energiesparmesse 2026 mit dem Innovationspreis „EnergieGenie“ aus. Eine unabhängige Jury hat aus den zahlreichen Einreichungen die folgenden Unternehmen ausgezeichnet: CONA Solar GmbH, ENdorado GmbH, Hargassner GmbH, Internorm International GmbH (im Bild), M-Tec GmbH, ÖkoFEN GmbH und Solarfocus GMbh.

Internorm erhielt für die neue Holz-Haustür HT 310 die Auszeichnung „EnergieGenie 2026“ vom Land Oberösterreich. Die Award-Verleihung fand im Rahmen der WEBUILD Energiesparmesse in Wels statt, die innovativen Unternehmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen eine Plattform gibt. Mit der Prämierung der HT 310 würdigt die Fachjury eine zukunftsweisende, individuell gestaltbare Eingangslösung, die hohe Energieeffizienz mit nachhaltiger Materialwahl und modernem Design vereint.

Mehr Informationen zum EnergieGenie 2026

Hohe Nachfrage am Holter-Gemeinschaftsstand

Über 2.000 Fachgespräche und Beratungen wurden am Holter Stand durchgeführt. Besonders an den Fachtagen herrschte reger Betrieb. Bauherren, Sanierer, Installateure und Planer nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit den Holter-Experten. Ob neues Bad, Heizungstausch oder smarte Energielösungen, die Themen der Besucher waren vielfältig und der Wunsch nach persönlicher Beratung deutlich spürbar. Der Holter-Gemeinschaftsstand inklusive Verköstigung war durchgehend stark frequentiert (© Holter)"

Sehr hoch war das Interesse im Bereich Heizung, Energie und moderne Gebäudetechnik. Effiziente Wärmepumpen für Neubau und Sanierung, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher sowie intelligente Energiemanagementsysteme standen im Mittelpunkt vieler Gespräche. Holter informierte umfassend über die unterschiedlichen Möglichkeiten, Energie zu sparen, unabhängiger zu werden und langfristig Kosten zu senken.# + „Die WeBuild hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig diese Messe für die gesamte Branche ist. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind keine Trends, sondern zentrale Zukunftsthemen. Unsere Branche ist ein wesentlicher Treiber der Energiewende und wir sehen es als unsere Aufgabe, Orientierung zu geben und praktikable Lösungen aufzuzeigen. Der hohe Andrang am Holter Stand ist ein starkes Signal“, so Holter Geschäftsführer Markus Steinbrecher.

Fronius präsentiert All-in-One-Energielösungen

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand die neue Fronius Reserva Pro, ein modular erweiterbarer Hochvoltspeicher, der private wie gewerbliche Anwendungen zuverlässig mit Energie versorgt. Die Speicherlösung ist besonders effizient und bietet volle Notstrom- und Schwarzstartfähigkeit in Kombination mit den Hybridwechselrichtern Fronius GEN24 Plus oder Fronius Verto Plus. „Die Reserva Pro fügt sich nahtlos in das stetig wachsende Fronius Ökosystem ein, das optimale Eigenverbrauchsoptimierung, intelligente Energieflüsse und hohe Ausfallsicherheit ermöglicht“, erklärt Benjamin Fischer, Head of National Sales, Fronius Österreich.

Mann erklärt etwas
Auch der Fronius Messestand verzeichnete eine starke Besucherfrequenz (© Fronius)